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2013: Bauer ledig sucht

Frei nach der nie gezeigten TV-Serie Bauer ledig sucht… Bauer ledig sucht…

So ganz wohl ist den beiden Brüdern Kurt (angehender Pferdezüchter) und Peter (Compifreak) selber nicht, wenn Sie per Inserat eine heiratswillige Frau zu suchen vorgeben. Denn eigentlich suchen sie nur eine gratis Haushaltshilfe. Heiraten, nein, das wollen sie lieber nicht. Obwohl der Hans, ihr Freund und Nachbar, so richtig glücklich verheiratet ist. Die beiden Jungunternehmer müssen sparen, da sie ihr ganzes Geld in ihre Träume, nämlich eine Pferderanch und eine Internetberatung, gesteckt haben. Noch läuft nichts. Ausser die Damen, die ehemals Heiratswilligen, die laufen immer wieder davon. So oft, dass Kurt schon ein «Gnusch» mit ihren Namen hat. Zudem hat man in der «REGI Die Neue» Verdacht geschöpft. Jede Woche ein neues Heiratsinserat? Da ist doch etwas faul! Ein Fall für die neugierige Reporterin Monika. Die soll bei den beiden Brüdern an Ort und Stelle recherchieren und heraus finden, was da los ist. Monika findet schnell heraus, was es mit den Inseraten auf sich hat und entwickelt zusammen mit ihrer Freundin Corinne (deren Name sich Kurt komischerweise gut merken kann) und zwei ehemaligen «Heiratskandidatinnen» einen Plan. Einen Schlachtplan, mit dessen Hilfe die vier Frauen Kurt und Peter tüchtig einheizen wollen. Aber, Pläne planen und geplante Pläne ausführen, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Können langsam wachsende Gefühle den Kampf gegen Heiratsunwillen, ein vergessenes Handy, einen erbosten Vater, einen neuen Job und andere Widrigkeiten gewinnen?

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2014: Kei Regel ohni Uusnahm

Keinesfalls nur für die älteren unter uns..

Kei Regel ohni Uusnahm

Ist das wirklich eine gute Idee, sich nur unter einem Namen in einem Altersheim einzumieten? Sicher ist es das. Sogar ganz normal ist das. Wenn man nur eine Person ist. Wie aber, wenn es von sich selber zwei gibt, man also Zwillinge ist, und sich zu zweit aus „Choschtegründ“ nur als einer ausgibt? Dann liest sich das ja hier schon kompliziert und geht ganz sicher in unserem Theaterstück „Kei Regel ohni Uusnahm“ nicht ohne Verwechslungen und andere lustige Turbulenzen ab.

Also, mit den übrigen dort wohnenden älteren Leuten klappt das Doppelspielchen prächtig. Die spielen nicht nur mit, die unterstützen die Zwillinge auch mal in der Not und helfen nach besten - noch vorhandenen - Kräften mit, damit der eigentlich nette Heimleiter und sein sehr nettes Personal nichts von der Doppelbesetzung merken.

So bildet sich auf dem dritten Stock ein freundschaftliches, jassfreudiges Grüpplein mit Trudy, der ehemaligen Gärtnerin, Otti dem Pfeifenraucher, Josef dem Jasser und den kostenoptimierenden Zwillingen Kari und Sepp.

Drei Jahre geht das richtig gut. Selbst als einer der Zwillinge für eine Woche ins Krankenhaus muss fliegt die Geschichte nicht auf. Nicht einmal Maria, die Putzfrau, die doch täglich nach dem Staub sieht, merkt etwas. Weder sie noch die beiden Pflegerinnen Frau Aschwanden und Fröllein Wyss, noch ihr Chef, der Herr Arnold.

Dann stirbt der Sepp und bevor es richtig traurig werden kann, gilt es, seine Leiche verschwinden zu lassen. Ähhm.. Wie und wo entsorgt man eine Leiche? Da offenbart Maria eine versteckte Seite, Giovanni ist mit den Pizzen vom letzten Jahr unterwegs und nur Dölf zieht mit seinem Rollator unbeeindruckt seine Runden. Vill Vergnüege!

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2015: Bisch sicher?

Eigentlich wollte Hugo Klotz die Klotz WC-Papierfabrik seines Vaters nicht übernehmen. Doch da seine Schwester – als der Vater krank wurde – in Indien ihrem Karma hinterherschwebte, und nur Hugo mit beiden Füssen auf dem Boden stand, gab er der Bitte seines Vaters nach.

Vielleicht hätte er das nicht tun sollen. Doch, doch, er führt die Firma sehr erfolgreich. Das ist nicht das Problem. Nur, sein freundliches und offenes Wesen veränderte sich. Er ist zu einem übellaunigen Despoten mutiert, der dauernd erzählt, dass ihm alle Leute sein Geld wegnehmen wollen. Selbst seinen treuen Buchhalter Grau verschont er nicht mit seiner miesen Laune.

Zum Glück gibt es Judith, seine Frau. Die liebt er von ganzem Herzen. Ihr das zu zeigen, hat er allerdings verlernt. Seit sie gar diesen Herumtreiber Herbie durchfüttert, ist Hugo noch unzufriedener. Schmarotzer mag er nicht. Und wieso muss der gemeinsame Sohn – auf den er heimlich stolz ist – die mausbeinarme Anja heiraten? Die will doch nur sein Geld. Genug Gründe, um am Geburtstag ein Zufriedenheitselixier in sich hineinzukippen!

Vielleicht hätte er das nicht tun sollen. Er wird fröhlich, liebenswert… und geistig zum Fünfjährigen. De Hugo isch hugo! Bruno Scheidegger, Verkaufsleiter und Schwager, sieht seine Stunde gekommen. Er will mit allen Mitteln und fiesen Tricks die Firma an sich reissen. Dabei hilft ihm Hugo’s hübsche Chefsekretärin, Frau Kägi. Allerdings nicht ganz uneigennützig. (Aha! Es gibt also doch Leute, die Hugo sein Geld wegnehmen wollen).

Schliesslich soll der Psychiater Dr. Börlin Hugo untersuchen. Wenn der ihn als unzurechnungsfähig einstuft, kann er die Firma nicht mehr führen und Scheidegger hätte sein Ziel erreicht. Nach einigem Hin und Her beginnt der Psychiater mit seiner Befragung.

Vielleicht hätte er das nicht tun sollen. Hugo ist fünf, nicht blöd. Und die ganze Familie steht auf seiner Seite. Seine Freunde auch. Ja, seit der Hugo nett ist, gibt es die wieder. Und auch Mohrenköpfe kommen vor. Haufenweise. Selbst wenn sie manchmal etwas komisch «schmöcken».

Ja, gibt es eigentlich kein Gegenmittel? Und, wenn es eins gibt, soll man es anwenden? Jetzt wo der Hugo soo ein Knuddel ist, will denn jemand den alten Nörgeler Hugo zurück haben? Falls das überhaupt geht… Oder soll der Scheidegger mit der Firma und die Familie mit Hugo glücklich werden? Oder…

Sie, das isch e witzigi und turbulänti Komödie! Mir händ sälber riesig de Plausch draa und freued öis drum erscht rächt, wänn Sie debii sind. Vill Vergnüege!

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2016: Rente gut – Alles gut

Rente gut – Alles gut ist das so. Da beginnen die Turbulenzen erst mit der Wahrheit.

Der Kurt Bachmann, der ist so ein Lügen- Glückspilz. Seine Frau belügt er zwar nicht direkt, aber, dass er seit zwei Jahren arbeitslos ist, hat er ihr nie erzählt.

Dafür nimmt er das Sozialamt, die IV und noch so einige andere Dienste – wenn auch sehr kreativ, so doch betrügerisch – für sich in Anspruch. Sein Lügengebilde besteht aus von ihm erfundenen Menschen, die alle in seinem Haus wohnen, unterschiedliche Krankheiten und Gebrechen haben und so – via IV und Sozialamt – sein Einkommen sichern. Ein hübsches Sümmchen überweist ihm Vater Staat seit zwei Jahren jeden Monat auf sein Konto.

Seine Frau merkt nicht, dass ihr geliebter Mann, der mit ihr jeden Morgen – ausser am Wochenende, das ist ja klar – zum Bahnhof pilgert, gar nicht zur Arbeit fährt.

Also, einen Verdacht hat sie schon, aber einen ganz anderen. Sie hat da nämlich eine Schachtel mit fremden Frauenkleidern gefunden. Nur, was bedeutet das? Verzweifelt sucht sie Antwort und Trost bei Dr. Trost, einem sanftmütigen Eheberater. Und das ausgerechnet an dem Tag, an dem Kurt beschliesst mit der ganzen Lügerei aufzuhören.

Sein Lügengebilde will er auflösen, indem er alle von ihm erfundenen Menschen sterben lässt. Beginnen tut er mit Benni Appenzeller, einem Mitbewohner den es zwar tatsächlich gibt, der aber keine Ahnung hat, dass er ein arbeitsloser Holzfäller sei.

Ist er doch ein glücklicher Schuhverkäufer. Glücklich, nicht nur weil er seinen Beruf liebt, sondern auch, weil er in drei Tagen heiratet. Sonja heisst sie, die ebenfalls glückliche. Obwohl glücklich ist Benni heute krank und trifft im Haus auf Kurt, der ihn gerade hat sterben lassen. Per Telefon auf dem Sozialamt.Uns ist sehr wohl bekannt, dass die auf dem Sozialamt ein Puff haben. Also eine riesengrosse Unordnung. (Natürlich nur im Theater). Ohne diese Unordnung hätte der Kurt sein Gebilde nie aufbauen können. Blöd ist nur, die vom Sozialamt haben das auch gemerkt, das mit der riesengrossen Unordnung. Ihnen fehlen Unterschriften, haben sie gemerkt, und die brauchen sie… Heute!

So gesellt sich zu Kurt und Benni im trauten Heim der Herr Abächerli vom Sozialamt. Er soll die fehlenden Unterschriften vom (erfundenen) Rolf Märki und vom (existierenden) Kurt Bachmann holen.

Flugs wird Kurt Bachmann zu Rolf Märki, Benni zu seinem eigenen Sohn Max und nur Abächerli bleibt Abächerli.

Nelly, die sich ja ebenfalls diesen Tag ausgesucht hat, um tröstliches von Dr. Trost zu hören und ihm die gefunden Kleider zu zeigen, stösst, gefolgt von Dr. Trost, zur Gruppe. Mit Onkel Otti, der gerade jetzt nach ein paar Perücken sehen muss, wird das Haus langsam voll.

Wo ein Todesfall, da ein Bestatter. Luc ist ausgebucht, also wird Graber aufgeboten. Der – ein pedantischer Mensch, grad gar nicht so wie man einen Bestatter kennt und liebt, soll die Leiche abholen.

Nicht genug damit, hat man Erika Wyss, eine, die, selbstverständlich vegetarisch, lebt um zu helfen, damit beauftragt, die armen Hinterbliebenen des telefonisch Gestorbenen zu betreuen.

Spätestens hier fragt man sich, wer ist jetzt wer, und für wen? Wer ist tot, wer zu betreuen, wer betrügt wen oder was mit was oder wem und warum?

Licht in dieses Dunkel will Frau Zöbeli-Marthalerbringen, die Chefin des Sozialamtes und die vom – mittlerweile betrunkenen – Abächerli. So platzt denn auch sie in die Runde. Der Abächerli ist nämlich zu lange von der Leine, Entschuldigung, von seinem Arbeitsplatz, weggeblieben und Frau Zöbeli-Marthaler ist hier um nach ihrem (geliebten?) Mitarbeiter und – sowieso – dem Rechten zu sehen. Immerhin hat sie ja so eine Ahnung, dass in diesem Haus nicht alles mit rechten Dingen vor sich geht.

Warum sich alle genau diesen Tag – Sie, der ist nicht mal besonders schön, zwielichtig und gewittrig ist er, jawoll! – ausgesucht haben, bleibt unklar. Der Rest wird aufgelöst. Restlos. Auch warum Benni zu Max wird und Abächerli sich einen antrinkt. Versprochen.

Rente gut – Alles gut ist ein rasantes und mit frechen Dialogen gespicktes Theaterstück. Wir freuen uns riesig darauf, es Ihnen zu zeigen ;-)

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2017: Wohl bekomm's

Wohl bekomm’s (a vos souhaits) heisst das Theaterstück. Ein humorvoller, manchmal schwarzhumoriger, Dreiakter, der genussvoll aufzeigt was die Menschen für Geld alles tun (würden).

Oder eben nicht.

Weil, der berühmte Schriftsteller Gustav H. Böhm ist gestorben. Der kann wohl kaum noch etwas für Geld tun. Er ist ja tot. Kaum hat er das Leben hinter sich gelassen, füllt sich sein Wohnzimmer mit Kränzen und Beileidskarten. Und nicht nur damit. Noch vor den Blumen erscheint die ganze Verwandt- und Bekanntschaft und pfl anzt sich in die teuren, von Martha frisch geputzten Ledersessel. Während Kränze und Pfl anzen lediglich nach Wasser verlangen, dürstet es die liebe Verwandtschaft nach Gustavs Millionenerbe. Ein jeder in der guten Stube denkt – mehr oder weniger laut - darüber nach, was und wie er oder sie mit Gustavs Hinterlassenschaft umgehen will. Wenn man sie dann einmal hat.

Nur Martha, die gute Seele dieses ganzen Theaters, ist die einzige, die nicht ans Geld denkt. Weil, sie hat ihn wirklich sehr gemocht, ihren Arbeitgeber. Hat er ihr doch grosszügig erlaubt, den Fernseher aus dem Wohnzimmer in ihre Kammer zu nehmen. Weil, Martha mag eben Horrorfi lme, und ohne Fernseher...

Aber natürlich mag Martha auch Gustavs Bücher. Seine Gilda-Romane. Zwar ist es keine hochwertige Literatur, was der Gustav H. da geschrieben hat. Eher seichte Unterhaltung. Leicht verständlich geschrieben, mit Erotik vollgepackt. Das macht die Gilda-Romane extrem begehrt. Sie werden in 50 Sprachen übersetzt und verkaufen sich wie frische Weggli. Selbst dort, wo es gar keine Weggli gibt.

Also, wenn man so viele Bücher verkauft, dann kann man reich werden. Das hat der Gustav getan. Und wenn man dann reich – stinkreich - stirbt, also, bevor man das Geld ausgegeben hat, dann stehen die Erben gleich auf der Matte, oder eben, sie flegeln sich in den teuren Ledersesseln. Sogar der berühmte Fernsehdoktor Professor Doktor Doktor Garron, selbsterklärter Freund von Gustav H. hat seine eigenen Vorstellungen und Pläne, wie und was er aus dem Erbe haben will und stiefelt vermessen(d) durch die Wohnung.

Seinen Wünschen im Weg steht in erster Linie die zweite Ehefrau Gustavs, die Viviane. Viviane (bitte englisch aussprechen: Viviänn), die, sobald sie vom Tod ihres Gatten erfährt, ganz uneigennützig ihren Italienurlaub unterbricht und zum letzten Geleit und zur sofortigen Erbung nach Hause fliegt. Sie braucht Geld, ist doch ihr italienischer Gigolo dem Spiel so verfallen wie sie ihm.

Etwas früher in Gustavs Wohnung eingetroffen sind Lucie Rothenfluh, die einzige Tochter Gustavs und dessen Ehefrau Nummer eins, sowie Lucies Mann Louis (bitte französisch aussprechen: Lui). Lucie ist hübsch und ihrem Gatten ebenso fest zugetan wie dieser ihr. Aber der Louis liebt auch das Geld, beziehungsweise das Spekulieren damit. So fest er das Geld auch liebt, so leicht rinnt es ihm durch die Finger. Ja, er spekuliert leidenschaftlich gerne, nicht immer legal und hier liegt das Problem, nicht immer geschickt. Gerade letzte Woche war so ein Ungeschick, und er, der Louis, sitzt gerade böse in der Klemme.

Bei einer solch netten Verwandtschaft muss man sich ja im Grabe umdrehen. Und obwohl Gustav H. noch gar nicht darin, im Grabe, liegt, dreht er sich um.

Auweia. Dieses Umdrehen hat es in sich. Es wirbelt die Pläne aller Beteiligten zünftig durcheinander.

Martha, hocherfreut, läuft mit ihren Kochkünsten zur Hochform auf. Viviane wird zur fürsorglichen Ehefrau, die das von Martha gekochte Essen ihrem Mann gestielfelt verfüttert. Professor Garron leistet medizinischen Beistand und Genesungshilfe. Lucie kann – endlich! – dem Vater den am Vorabend vergessenen Abschiedskuss aufdrücken. Graber hingegen, der Bestatter, will Gustav unbedingt konservieren und konserviert infolge fehlender Fremdleber seine eigene.

Währenddessen versucht Louis mit allen Mitteln, und der zum Teil unfreiwilligen Hilfe aller Beteiligten, die ihm drohende Insolvenz abzuwenden.

Da überrascht Gustav grad nochmals alle. Wohl bekomm’s ist ein Stück mit witzigen, frechen und manchmal sogar philosophischen Dialogen. Wie immer freuen wir uns riesig darauf, es Ihnen zu zeigen 😉

Euer R.

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2018: Verliebt, verlobt... verzwickt!

Verzwickt? Echt jetzt?

Nun ja, als einfach würde ich die verwandtschaftlichen Grade in unserer Komödie tatsächlich nicht bezeichnen. Wie, zum Beispiel, nennen Sie das Kind der Tochter des Mannes, der der Vater der Frau des Vaters ist? Sehen Sie?

Von Kind bis Urgrossvater tummeln sich, mit grossem Vergnügen, alle erdenklichen Verwandtschaftsgrade in unserem diesjährigen Theater auf der Wallenwiler Bühne. Und weil sich diese Verwandtschaftsgrade während des Stücks auch noch ändern, rauchen manchmal die Köpfe.

Rudolf Römer ist ein Mann in den besten Jahren. In den besten Jahren gemessen nach heutigen Massstäben. Also in dem Massstab, in dem die heutigen 60jährigen die gestrigen 40jährigen sind. Rudolf geniesst das Leben und die Frauen. Gerade hat er sich eine Geliebte im Alter seiner Tochter angelacht. Heiraten mag er sie nicht und darum, trotzdem er verwitwet ist, schwindelt er seiner Geliebten vor, noch verheiratet zu sein.

Aber seine Tochter Elisabeth, die will heiraten. Der Auserwählte ist Herbert, ein Freund Rudolfs und wie er, im besten Alter (siehe oben). Rudolf bringt für die Liebe von Elisabeth und Herbert, trotz Altersunterschied, grosses Verständnis auf. Das muss er wohl oder übel, wo er doch in derselben Altersklasse wildert, und so steht der Hochzeit nichts im Wege.

Die glänzende Hochzeitsfeier zu planen ist die Aufgabe von Mike Glanzmann, einem glänzenden Charakter und gutem Freund von Elisabeth. Mike ist ein professioneller Hochzeitsplaner, mit seiner Hilfe kann die Feier also nicht schiefgehen.

Damit die zu erwartenden Feierlichkeiten nicht allzu steif ausfallen, besorgt Mike stimulierende Kekse aus Holland. Nur, diese Kekse gelangen zuerst in die Hände und dann den Mund der Pöstlerin, eines Polizeihundes und auch die Haushälterin Rosa isst davon.

Daraufhin findet die Pöstlerin das Leben bekekst und Rosa mag ihre Liebe zu Rudolf nicht länger verheimlichen. Nur beim Polizeihund haben die Kekse keinen Einfluss auf die Fröhlichkeit.

Zum Polizeihund gehört natürlich ein Polizist. Dieser ist nicht der Hellsten einer und mit dem Zustand seines Hundes und ob der verzwickten Verwandtschaftsgrade völlig überfordert. Dazu kommt, dass ihm Anna, eigentlich die Geliebte von Rudolf, gehörig den Kopf verdreht. Was die ganze Angelegenheit verkompliziert ist, dass Anna nicht nur die Geliebte von Rudolf, sondern auch die lange verheimlichte Tochter von Herbert ist. Das bringt Elisabeth ins Grübeln, ob Herbert wohl noch andere Geheimnisse hat und er wirklich der richtige Mann für sie ist. Also, abgesehen von der verzwickten verwandtschaftlichen Konstellation.

Da kommt der Pfarrer ins Spiel, Entschuldigung, auf die Bühne, und erklärt, dass für ihn die ganze Angelegenheit sehr einfach zu durchschauen sei. Darum will er möglichst alle Paare (wieder) vereinen und verheiraten, da ihm zum angestrebten Häppy End mindestens eine Doppelhochzeit vorschwebt.

Aber erst nach klärenden Worten, Entschuldigungen, Kniefällen und einer Entflechtung der verflochtenen Verwandtheitsgrade tritt eine Entspannung ein. Zumindest vorübergehend. Denn da ist noch ein verlorener Sohn…

Geniessen Sie, lieber Theaterbesucher, einen fröhlichen und unterhaltsamen Abend. Die Komödie ist weitaus weniger kompliziert als hier beschrieben, aber viel lustiger.

 

Ihr Robert Biefer (Regisseur)

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